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veröffentlicht am 01.03.2018

Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“: Kick Off 2018 in Wiesbaden

Über 300 aktive Sport-Coaches helfen bei der Integration

Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“: Kick Off 2018 in Wiesbaden
Das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ steht bei den hessischen Kommunen weiterhin hoch im Kurs. Das sagte Innenminister Peter Beuth im Rahmen einer KickOff-Veranstaltung für das Jahr 2018 im Hessischen Landtag in Wiesbaden. Dabei wurde bereits der erste Förderbescheid für 2018 des Landesprogramms in Höhe von 10.000,- Euro an die Stadt Kelkheim (Taunus) überreicht. Für das Jahr 2017 haben 244 Städte und Gemeinden eine Landeszuwendung in einer Gesamthöhe von rund 1,7 Millionen Euro erhalten. Dabei waren hessenweit 310 Sport-Coaches im Einsatz. Für die Jahre 2018 und 2019 stehen jeweils 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

„Im vergangenen Jahr haben 310 größtenteils Ehrenamtliche bei der Integration von Flüchtlingen geholfen. Sie haben eine Willkommenskultur geschaffen und das Landesprogramm mit Leben gefüllt. Auch die Sportjugend Hessen, der Landessportbund Hessen und die Sportkreise leisten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen des Landesprogramms und tragen dafür Sorge, dass Fremdheit, Vorurteile und Ressentiments durch den Sport weiter abgebaut werden. Hierfür danke ich allen Beteiligten“, sagte Innen- und Sportminister Peter Beuth.

Sport-Coaches als Netzwerker

Das Land biete den hessischen Städten und Gemeinden mit dem Programm einen unkomplizierten Weg an, um Flüchtlinge über den Sport zu integrieren. Sport-Coaches fungieren dabei als Bindeglied zwischen Kommunen, Vereinen und Flüchtlingen. „Sie sind die zentralen Türöffner zu den Vereinen sowie kompetente Ansprechpartner in allen Fragen und koordinieren Aktivitäten, um Flüchtlingen den Weg in die Sportvereine zu ebnen. Die hohe Resonanz unterstreicht, wie wichtig ein solches Projekt ist. Mit dem Förderprogramm tragen wir einen Teil dazu bei, dass Integration im und durch den Sport erfolgreich ist und Schutzsuchende in unserer Gesellschaft angenommen und einbezogen werden. Für die Zukunft wird es deshalb eine Weiterentwicklung des Programms geben, damit das Netzwerk der Sport-Coaches weiter gestärkt und die Nachhaltigkeit des Programms gewährleistet wird“, so der Sportminister.

Dem kann Behzad Borhani, Vorstandsmitglied der Sportjugend Hessen, nur zustimmen: „Wir als Sportjugend Hessen freuen uns sehr über das, was wir gemeinsam und miteinander bisher erreicht haben. Der Start ist gelungen. Nun gilt es, die Teilhabemöglichkeiten für Geflüchtete zu vermehren. Flüchtlinge müssen die Möglichkeit bekommen, sich aktiv einzubringen. Das wird unser Ziel in den nächsten Jahren sein.“ Dazu wurden bereits Ideen gesammelt, die es nun in der Praxis umzusetzen gilt.

Integrationskoordinatoren als Partner

Als einen wichtigen Baustein in der sozialen und integrativen Arbeit des Sports sieht Frank Eser, Referatsleiter Integration bei der Sportjugend Hessen, das Landesprogramm. Innerhalb der Sportstrukturen habe sich „Sport und Flüchtlinge“ etabliert und gut entwickelt. Zusätzlich gibt es in fast allen Sportkreisen Integrationskoordinatoren, die den Sport-Coaches als Partner vor Ort beratend zur Seite stehen.

Mittlerweile finden sich Beispiele für die gelungene Integration von Flüchtlingen in fast allen Sportarten. Sowohl in den großen Ballsportarten wie Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball, als auch im Turnen, in der Leichtathletik oder in verschiedenen Kampfsportarten gibt es erfolgreiche Projekte von Sport-Coaches. Aber auch Gesundheitsangebote wie Fitnessprojekte oder Rückenschule werden unterbreitet und angenommen. Eine große Nachfrage erleben zudem Schwimm- und Fahrradangebote. Auf diese Erfolge und Erfahrungen will das Landesprogramm weiterhin aufbauen.

Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Sportjugend Hessen

Fotos der Kick-Off-Veranstaltung gibt es hier: https://my.hidrive.com/share/gr-waheyhv#$/
 
 
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