Integration durch Sport

Sport für Flüchtlinge

Dankeschön-Veranstaltung für Sport-Coaches mit Innenminister Peter Beuth

„Sport-Coaches sind Grundlage für nachhaltige Integration“

Dankeschön-Veranstaltung für Sport-Coaches mit Innenminister Peter Beuth
„Sport-Coaches sind Grundlage für nachhaltige Integration“
 
Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth hat im Rahmen einer Dankeschön-Veranstaltung in Wiesbaden die Bedeutung der so genannten Sport-Coaches für die erfolgreiche Umsetzung des Förderprogramms „Sport und Flüchtlinge“ hervorgehoben. Rund 300 Sport-Coaches waren zur Veranstaltung eingeladen, in dessen Rahmen auch das Volleyball-Heimspiel des VC Wiesbaden gegen Schwarz-Weiß Erfurt besucht wurde. Allen Sport-Coaches dankte der Minister und hob dabei auch die Bedeutung der Sportjugend Hessen bei der erfolgreichen Umsetzung hervor.


 
„Unsere Sport-Coaches sind die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg unseres Landesprogramms ‚Sport und Flüchtlinge‘, welches 2020 bereits in sein fünftes Jahr geht. Sie leisten durch hervorragendes Engagement im Sport wichtige und wertvolle Integrationsarbeit in Hessen. Als kompetente Ansprechpartner haben sie den Zusammenhalt der Menschen in unserer Gesellschaft gefestigt. Ebenso leisten die Sportjugend Hessen, der Landessportbund Hessen und die Sportkreise einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen und tragen dafür Sorge, dass Fremdheit, Vorurteile und Ressentiments durch den Sport weiter abgebaut werden“, sagte Innenminister Peter Beuth.
 
Integrieren müssen wir uns alle
Sadia Biladama, Vorstand der Sportjugend Hessen, stellte das zivilgesellschaftliche Engagement der Ehrenamtlichen heraus. „Sport-Coaches bringen Menschen durch Sport zusammen, in ihrer Freizeit, aus Überzeugung. Das Ehrenamt ist dabei der Klebstoff, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Umso schlimmer, dass sich genau diese engagierten Personen, nicht nur im Sport, sondern auch in anderen Bereichen, Anfeindungen ausgesetzt sehen. Wir als Sportjugend Hessen übernehmen hier Verantwortung, um denen, die sich aktiv für Demokratie und Vielfalt einsetzen, zur Seite zu stehen.“
 
Als Gastrednerin stellte Mehrnousch Zaeri-Esfahani ihren Impulsvortrag unter das Motto „Integrieren müssen wir uns alle“. Sie erläuterte das so: „Das liegt daran, dass viele Menschen sich gar nicht bewusst sind, welches kulturelle Modell wir in Deutschland haben. Wir haben hier Individualismus und Humanismus. Das sind die zwei großen Säulen unserer Kultur. Und danach formen wir auch Angebote. Und die Menschen, die kommen, haben zuvor oft in kollektivistischen Gesellschaften gelebt. Sie haben also ganz andere Erfahrungen in ihrem persönlichen Schatzkästchen. Bis sich diese Erfahrungen angleichen und in den neuen Alltag Einzug halten, vergeht viel Zeit. Diese Zeit sollten wir uns alle für eine nachhaltige und gelingende Integration geben.“ Hier liegt ihr Ansatz, um zukünftig, noch mehr Menschen zu erreichen. Ein Impuls, der auch in die zukünftige Arbeit der Sport-Coaches einfließen wird.
 
58 Sport-Coach-Tandems im Einsatz
2019 wurde das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ weiterentwickelt. Neu ist, dass seit diesem Jahr Sport-Coach-Tandems gefördert werden. Über gezielte Qualifizierungs- und Beteiligungsmaßnahmen werden zusätzlich zum bisher bereits aktiven Sport-Coach Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten für ein ehrenamtliches Engagement im Sportverein gewonnen. Wie dies in der Praxis gelebt wird, stellten die Sport-Coach-Tandems aus Vellmar und Wolfhagen am Ende der Veranstaltung vor. Mittlerweile gibt es in 58 hessischen Kommunen Tandems aus Menschen mit und ohne persönlicher Zuwanderungsgeschichte. Ein großer Erfolg, der zeigt, dass ehrenamtliches Engagement von allen für alle gelebt wird. Die Dankeschön-Veranstaltung würdigte die Arbeit der Sport-Coaches. Denn das hessische Erfolgsmodell zeigt, wie gut das Zusammenleben gelingen kann und das vielfältig besser als einfältig ist.
 
Volker Rehm
 
BU: (Foto: Volker Rehm)
 
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Pressemitteilung des MMdIS vom 04.02.2017
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In den letzten Monaten ist eine große Zahl von Flüchtlingen aus Afghanistan, aus Syrien, dem Irak, dem Iran und vielen anderen Ländern bei uns angekommen, die meist vor unmenschlichen Systemen und Kriegen geflohen sind.

Alles über unsere Geschichte, die Kultur und die rechtlichen Grundlagen erfahren die Flüchtlinge in Integrationskursen des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Unbestritten ist aber auch das Erlernen der deutschen Sprache ein wichtiger Faktor für die Integration der Menschen; dafür wird Deutsch in Sprachschulen vermittelt.

Insbesondere die Sportvereine können einen bedeutenden Beitrag in Bezug auf das Erlernen der deutschen Sprache und der Kultur in unserem Land vermitteln. Mit dem Programm Integration durch Sport hat der Deutsche Olympische Sport Bund DOSB bereits Zeichen gesetzt.

Das Programm wird auf Landesebene eigenverantwortlich von Landes- und Regionalkoordinatioren umgesetzt, die die Sportvereine, Netzwerkpartner und freiwillig Engagierten an der Basis in ihrer Integrationsarbeit konzeptionell, planerisch und organisatorisch unterstützen. Das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stehen dem Programm als Zuwendungsgeber und Partner im fortlaufenden Prozess der Programmoptimierung begleitend zur Seite.

Infos gibt es hier!

After-Work-Paddeln – auch für Flüchtlinge – am Bootshaus des Kanu-Club-Fulda

Im Januar 2016 hat das Ministerium des Innern und für Sport in Zusammenarbeit mit der Sportjugend Hessen das Programm „Sport für Flüchtlinge“ aufgelegt. Das Förderprogramm unterstützt hessische Städte und Gemeinden, in denen Sportvereine und Institutionen Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge initiieren möchten. Flüchtlingen soll schnell und unkompliziert das Ankommen in ihren Städten und Gemeinden erleichtert werden. „Sport-Coaches“ helfen bei der Koordination.

Welche Aufgaben ein Sport-Coach hat, erläutert die Sportjugend Hessen auf Klick!

Im Sportkreis Fulda-Hünfeld sind aktuell in nachfolgenden Städten und Gemeinden Sport-Coaches im Einsatz, die gern allen Interessierten unterstützend zur Seite stehen:


Vereine die sich im Programm „Sport für Flüchtlinge“ engagieren wollen, werden vom Landessportbund Hessen unterstützt.
http://www.landessportbund-hessen.de/sport-und-fluechtlinge/beratung-und-unterstuetzung/
Auszug von der LSBH-Homepage: "Man muss das Rad nicht immer neu erfinden", heißt es in einem alten Spruch. Er gilt auch beim Thema "Sport und Flüchtlinge". Wer als Verein noch nicht genau weiß, wie er ein Angebot für Flüchtlinge schaffen oder sein bestehendes Engagement erweitern kann, sollte deshalb einen Blick über den Tellerrand werfen: auf der im Dezember 2015 an den Start gegangenen Online-Datenbank zur Inklusion via Sport in Hessen. Unter www.sport-integriert-hessen.de können und sollen Vereine ihre Integrations-Projekte einstellen. Andere Vereinsverantwortliche haben so die Möglichkeit, sich Anregungen und neue Ideen zu holen oder miteinander in Austausch zu treten.

Antworten auf Versicherungsfragen beim "Flüchtlings-Sport" findet man hier.

Selbstverständlich können auch die Sport-Coaches des Sportkreises Fulda-Hünfeld kontaktiert werden.

Harald Piaskowski
Programm Integration durch Sport
Sport-Coach-Koordinator des Sportkreises Fulda-Hünfeld und Sport-Coach der Stadt Fulda
Mail: sportcoach-fulda@t-online.de
Mobil: +49 175 737 2600
http://www.fulda.de/buergerservice/sport-freizeit/sport-coach.html

 
 
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